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Zucker – Problematisch oder lebensnotwendig?

Zucker kommt in vielen Nahrungsmitteln natürlich vor – als Glukose, Fruktose, Saccharose oder Stärke, andrerseits wird er in Getränken und Fertignahrungsmitteln, Fast Food und Süßigkeiten künstlich zugefügt. Hier erfährst du, wie Zucker unserem Körper Energie liefert und wie er unseren Körper schädigen kann.

  • Wie kommt der Zucker in die Pflanze? 
  • Was passiert mit Zucker in unserem Körper? 
  • Welche Zuckerarten gibt es? 
  • Modernes High-Tech-Hilfsmittel: Individuelle Zuckerwerte messen mit dem Zucker-BioSensor.

 

Zucker = Energie für die Pflanzen

Pflanzen beherrschen die Photosynthese, das bedeutet, sie können – mit Kohlendioxid (CO2), Wasser und Sonnenlicht – Zucker (Glukose = Traubenzucker) herstellen, den sie als Energiequelle für das Wachstum brauchen. Der Überschuss an Glukose wird als Stärke größtenteils in den Wurzeln gespeichert. An sonnenfreien Tagen, wenn keine Photosynthese stattfinden kann, werden mit dem Enzym α-Amylase aus der Stärke wieder Glukosemoleküle gewonnen und für das Wachstum bereitgestellt.

Pflanzen können einen Teil der Glukose in Fruktose (Fruchtzucker) umwandeln, die mehr als doppelt so süß ist wie Glukose und in den Früchten konzentriert vorkommt. Süße Früchte werden von Tieren gerne verzehrt, diese scheiden die Samen (Kerne) wieder aus und sichern so das Überleben der Pflanze.

Fruktose verbindet sich zu einem geringeren Teil auch mit der Glukose und beide Zuckerarten werden zu Saccharose. Saccharose ist für die Pflanze eine weitere Speicherkapazität, wir verwenden sie als Haushaltszucker.

 

Zucker = Energie für den Menschen

Energiegewinnung im menschlichen Organismus

Das Glukose-Energiegewinnungssystem funktioniert bei allen Lebewesen, mit dem Unterschied, dass wir die Glukose nicht selber herstellen können, sondern über die Ernährung zuführen müssen.

Auch wir besitzen das Enzym α-Amylase, das die Stärke aus den Pflanzen in Glukose umwandeln kann. Dieser Prozess beginnt schon im Mund, wenn wir zum Beispiel Getreide lange genug kauen. Es schmeckt auf einmal süß!

Im Obst finden sich Glukose, Fruktose und Saccharose.

Fruktose wird zum Teil im Dünndarm wieder zu Glukose, der Rest bleibt Fruktose und gelangt über die Darmwand in unseren Blutkreislauf. Fruktose steht uns nicht als Energie zur Verfügung.

 

Bereits 50 g Fruchtzucker pro Tag sollen gesundheitsschädlich sein. Warum?

Fruktose wird zum größten Teil in Fett umgewandelt, das in den Leberzellen landet. So entsteht eine Fettleber.

Die WHO empfiehlt folgende maximale Obergrenze beim Zuckerkonsum, dabei handelt es sich um zugesetzten Zucker in Softgetränken, Süßigkeiten, Fertigprodukten und um natürlich vorkommenden Zucker in Honig, Fruchtsäften, Fruchtsaftkonzentraten und Sirupen:

Ein Erwachsener sollte weniger als 50 g Zucker pro Tag zu sich nehmen (10 TL Zucker oder 14 Stück Würfelzucker). Gesundheitlich sinnvoll ist eine Reduktion auf unter 5 TL Zucker am Tag.

 

Der Zuckergehalt in Lebensmittel:

250 ml Limonade bis zu 32 g

1 Becher Fruchtjoghurt bis zu 36 g

30 g Frühstückszerealien bis 13 g

 

Übermäßiger Zuckerkonsum führt zur

  • Überforderung der Bauchspeicheldrüse – sie muss ständig Insulin ausschütten,
  • und zur Überlastung der Zellen, die nur soviel Glukose verbrennen können, wie der Körper an Energie gerade braucht. Ein Teil der Glukose wird dann in Fett gespeichert. 
  • Entstehung einer Insulinresistenz: Zelle reagiert nicht mehr auf Insulin, Zucker bleibt im Blut.
  • Zucker verklebt die Zellen (ummantelt diese und wird nicht mehr abgebaut)
  • Durch den ständigen Überschuss an Glukosemolekülen werden vermehrt freie Radikale freigesetzt. Sie greifen die Schutzhülle der Zelle (Zellmembran) und unsere DNA an. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Übergewicht, kognitive Mängel und eine schnellere Alterung ist erhöht. Beschädigte Zellen und veränderte genetische Informationen können über einen längeren Zeitraum zu Krebszellen führen. Fruktose richtet noch mehr Schaden an als Glukose.

 

Eine ausgewogene und typgerechte Ernährung 

verhindert diese Zuckerschäden und hält unsere Zellen gesund! Der Nüchternblutzucker sollte laut Diabetologenverband bei bzw. unter 100 mg/dL liegen, nach dem Essen soll er maximal auf 140 mg/dL ansteigen. Bei einem Nüchternblutzucker über 100 mg/dL spricht man schon von einer Diabetesvorstufe (Prädiabetes).

Mit dem Zucker-BioSensor und der passenden App kannst du auf deinem Mobiltelefon deine Zuckerwerte messen und feststellen, welche Lebensmittel für dich gut sind, und lernen, wie du hohen Zuckerstress vermeidest.

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